AMESA ZERTIFIKATE
Zur Zeit sind in Europa zwei Zertifizierungen für Langzeitprobenahmesystem möglich.
Das MCerts-Zertifikat (MCerts Performance Standards and Test Procedures for Automatic Isokinetic Samplers, Version 2 = MCerts Leistungsanforderungen und Testverfahren für automatische isokinetische Probenahmesysteme, Version2) zertifiziert z.B. eine gute Volumenmessung, gute isokinetische Absaugung, Verfügbarkeit etc.
Nach den MCerts Prüfanforderungen werden jedoch die Absorptionseigenschaften durch Durchbruchversuche, Verluste von Dioxinen und Furanen in der Sonde und dem Kondensat etc. untersucht.
Solche Tests sind nur in den Mindestanforderungen für Langzeitprobenahmesysteme, welche vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Gemeinsamen Ministerialblatt (GMBl, 15. September 1998, Seite 552) veröffentlicht und von der Europäischen Union notifiziert (EU Notifizierung 97/26/D) wurden, enthalten.
Mit dem AMESA-System wurde 1997 vom TÜV Rheinland eine modellhafte Eignungsprüfung nach den Mindestanforderungen erfolgreich durchgeführt (Prüfbericht Nr.: 936/808017A 12.8.1997). Danach wurde das AMESA-System vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im GMBl (GMBl, 13. Januar 1998, Seite 10) veröffentlicht.
Bis heute (2010) ist das AMESA das einzige Gerät dieser Art am Markt, welches eine solche Eignungsprüfung erfolgreich abgeschlossen hat und im GMBl bekanntgegeben wurde.
Im Jahr 2002 wurde das AMESA-System vom TÜV Rheinland nach den TUVdotCom Anforderungen zertifiziert (TUVdotCom-ID: 0011005400). Nach den TUVdotCom-Anforderungen ist zum Erhalt eines solchen Zertifikats neben der eigentlichen Eignungsprüfung ein jährliches Audit durch den TÜV Rheinland erforderlich.
Das TÜV-Zertifikat ist das einzige Zertifikat für Langzeitprobenahmesysteme, welches einen Dioxin-Konzentrationsbereich (0 – 0,2 ng TEQ / Nm3) für einen definierten Probenahmezeitraum (6 Std. bis 4 Wochen) bestätigt.




