Amesa D Funktionsprinzip


Mit AMESA D System wird über einen Zeitraum zwischen 4 Stunden und 6 Wochen durch die isokinetische Entnahme eines Teilstroms aus dem Rauchgas, kontinuierliche eine Probe entnommen. Dioxine und Furane werden in einer mit XAD-II Adsorberharz gefüllten Kartusche adsorbiert. Durch ständiges Wiederholen dieses Meßzyklusses wird eine lückenlose Emissionsüberwachung bezüglich Dioxine und Furane gewährleistet. Die Probe wird nach dem Kartuschenwechsel zur Bestimmung der Dioxin-/Furankonzentration im Rauchgas, im Labor analysiert. Der Messwert entspricht dem Mittelwert der Dioxin-/Furanemissionen über den gemessenen Probenahmezeitraum.

 

Das beim AMESA D angewandte Verfahren arbeitet nach dem sogenannten vereinfachten Probenahmeverfahren. Dieses Adsorptionsverfahren wurde 1993 als erstes und damals einziges Verfahren von den deutschen Behörden offiziell als geeignet anerkannt, den Dioxingrenzwert von 0,1 ng TEQ/Nm3 zu überprüfen.

Die Entwicklung des vereinfachten Verfahrens wurde zu dem damaligen Zeitpunkt von der Landesanstalt für Immissionsschutz Nordrhein-Westfalen unterstützt.

Ziel war es ein einfaches Probenahmeverfahren zu entwickeln, mit dem organische Verbindungen (wie z.B. PCDD/PCDF) aus allen drei Aggregatzustände (gasförmig, flüssig, fest) in einer einzigen Kartusche gesammelt werden können. Im Vergleich zu anderen Probenahmeverfahren besteht bei dem vereinfachten Verfahren der Vorteil, daß nur ein Teil (die Adsorptionskartusche) ausgetauscht und ins Labor gesendet werden muß.

Das vereinfachte Probenahmeverfahren entspricht der gekühlten Sonde Methode aus der CEN/TS 1948-5.

Die Verfahrensschritte sind im Einzelnen wie folgt beschrieben: In der wassergekühlten Probenahmesonde wird das Abgas schnell abgekühlt um reproduzierbare Adsorptionsbedingungen für die zu untersuchenden Stoffe zu gewährleisten.

Die Abscheidung der Dioxine und Furane erfolgt in einer Kartusche, welche mit XAD-II Adsorberharz gefüllt ist. Im oberen Bereich der Kartusche ist ein speziell entwickelter Feinstaubfilter mit Quarzwatte als Vorfilter integriert. In der Kartusche werden die Dioxine und Furane sowohl aus dem Abgas als auch aus anfallendem Kondensat vollständig erfaßt. Entsprechend CEN/TS 1948-5 ist eine Analyse des Kondensats auf Dioxine nicht notwendig. Die Dioxine und Furane werden über einen variablen Zeitraum von 4 Stunden bis 6 Wochen in der Adsorptionskartusche gesammelt.

Nach der Adsorption der Dioxine und Furane wird das Meßgas zur vollständigen Entfernung des Kondensats auf 5°C abgekühlt. Der getrocknete Meßgasstrom wird mittels Massendurchflußmesser ermittelt. Mit Hilfe einer frequenzgeregelten Pumpe stellt die Prozeßsteuerung isokinetische Absaugbedingungen in Abhängigkeit von Abgasgeschwindigkeit, -temperatur, –druck und –feuchte ein.

AMESA D läuft vollautomatisch und speichert während der Probenahme selbständig alle notwendigen Daten auf einen internen Speicher ab. Nach der Probenahme wird das Probenahmeprotokoll auf einen USB-Speicherstick kopiert.

Die Kartusche mit den adsorbierten Dioxinen und Furanen wird gemeinsam mit dem USB-Speicherstick in einem akkreditierten Labor ausgewertet

Durch diese Verfahren lassen sich Dioxine und Furane aus Staub, der Gasphase und dem Kondenswasser in einem Adsorptionsschritt abscheiden. Neben Dioxinen und Furanen werden mit diesem Verfahren auch weitere organische Substanzen mit ähnlicher Flüchtigkeit und Polarität, wie z.B. PCB´s, PAK´s, Hexachlorbenzol etc. erfasst.